Gastbeitrag
Krankheitsbewältigung – Nur nicht entmutigen lassen, sondern den Schritt ins Leben wagen!
November 21, 2018
Momente
Resümee 2018
Dezember 2, 2018

Eine wahre Geschichte!

derwegzurselbstliebe
 
Was soll ich euch erzählen ihr wisst es doch schon

Das Leben beginnt und du gehst deinen Weg.

Viele Wege führen nach Rom sagt man, naja oder in die Tiefe



Gastbeitrag von: Nathalie https://www.instagram.com/derwegzurselbstliebe/



 
 
Ich habe sehr viel erlebt und ich kann einiges erzählen. Nur das, würde den Rahmen sprengen. Es war 2015, als ich im November merkte, dass es mir gar nicht gut ging. Es war anders als sonst nicht vertraut, sondern fremd.

Ich habe so etwas schon einmal gespürt, nur das war lange her. Dieser Schmerz der unbegreiflich ist. Alle die das lesen und kennen, wissen was ich meine.
Ein schwarzes Loch erscheint und du drohst reinzufallen, ohne Netz und doppelten Boden.

Ich habe versucht es zu verdrängen, da ich doch für meine Kinder sorgen muss.
Nur es wurde von Tag zu Tag schlimmer, ich musste mich aus dem Bett zwingen.
Nicht so; wie, ach ich habe keine Lust aufzustehen, ich konnte es nicht.

Mich hat jemand festgehalten, da lag aber keiner.

Jeden Tag quälte ich mich aus dem Bett und jeden Tag habe ich gedacht, was ist das für eine Scheiße.
Wer will mir da etwas Böses, lass mich in Ruhe, ich habe dir doch nichts getan.
Mein Glaube wich von mir, ich konnte nichts mehr glauben, ich wusste nichts mehr.

Ich war innerlich leer. Meine Lösung war nur noch weg, weg von diesem Schmerz.
 
 

Ich ging auf den Dachboden, habe ein Seil an den Balken gebunden und ich konnte es nicht.
Meine Kinder waren in meinem Kopf.
Ich nahm eine Rasierklinge und ging in den Keller, versuchte zu schneiden, nur meine Kinder waren in meinem Kopf.
Ich ging ins Bett mit einem großen Messer, ich habe mich nackt gemacht und versuchte zu stechen nur es ging nicht.
Ich ging zur Bahn und stand lange am Bahnhof, es kam mir vor wie eine Ewigkeit.

Wer von euch Arschlöchern kommt, um mich zu erlösen.
Es kam keiner.

Mein letzter Versuch war in der Küche.
Wieder ein großes Messer, ich war fast so weit, Jetzt!

Und in dem Moment klingelte mein Telefon. Meine sehr gute Freundin rief an und fragte, wie es mir geht.

Zum Glück konnte ich sagen; Scheiße und wenn du jetzt nicht kommst, dann weiß ich nicht weiter.
Die tolle Nathalie. Die Managerin. Die wo alle dachten, bei jedem, aber nicht bei der.

Das hätten wir nie gedacht!

Nur wenn man fällt, dann fällt man richtig. Der weitere Weg, wurde mit Kliniken begleitet, dazu habe ich viel zu berichten, nur auch das wäre zu lang.
 
 
Ich habe es geschafft und ich bin sehr froh.

Das schönste war, das alle Menschen mitgeholfen haben die ich kenne.
Traurig war, dass mich fast keiner besucht hat.

Das Thema Depression ist so fremd, das niemand es gerne anspricht.
Was du hast Depression?
Weiche von mir!
Hallo; ich bin kein Dämon und ich bin auch nicht vom Teufel besessen.
Schaut nicht so viel Fernsehen. Das ist das Leben. Ich wurde auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und dafür bin ich endlos dankbar.
Mein Glaube ist wieder da. Alles ist im reinen und ich bin glücklich. Das Problem dabei, das Menschen das auch wieder nicht verstehen.
Deshalb von mir, dich muss keiner verstehen, er darf es.

Wenn er es kann, ist er ein guter Freund! Wenn er es nicht kann, ein Bekannter oder Arbeitskollege etc.
Ich kann nur immer sagen, haltet durch! Wenn nichts mehr geht, ruft ganz laut Hilfe! Irgendjemand wird kommen.

In Liebe. Nathalie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.