JO-JO Effekt
Ich will abnehmen.
Ich weiß sogar, wie.
Kaloriendefizit, Sport, Wasser trinken, Gemüse umarmen.
Weiß ich alles. Mach ich nichts.
Will trotzdem abnehmen.
Ich bin ein ernährungsphysiologisches Paradoxon mit Lieferando-Code.
Ich stelle mich auf die Waage.
Sie blinkt, rechnet, überlegt –
und sagt dann leise:
„Sorry, ich wieg nur bis Charakterstufe ‘Normalverbraucher’.“
Ich lache.
Aus Trotz.
Und esse einen Muffin, weil ich ein emotionales Biotop bin, das auf Zucker wächst.
Mein Kleiderschrank?
Ein Zeitreiseportal.
Größe 36 bis 42, je nach Tagesform und Luftdruck.
Ich habe Klamotten für „Wenn ich durchziehe“, „Wenn ich durchdrehe“
und „Wenn ich durch den Drive-In fahre, aber so tue, als wär’s für jemand anderen.“
Der Jo-Jo-Effekt?
Ein ganz normaler Dialog bei mir:
„Willst du abnehmen?“ – „Jo.“
„Willst du noch Kuchen?“ – „Jo.“
JO-JO.
EFF-EKT.
Ende.
Und wisst ihr was?
Ich bin nicht dick.
Ich bin massiv talentiert im Aufgeben von Diäten.
Und das wiegt.
Emotional. Aber auch auf der Waage.
Noch Fragen? Nein? Gut.
Ich muss los.
Meine Hose spannt – aber mein Humor sitzt.










