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Als starke Frau wird man nicht geboren!

 
Meine persönliche Geschichte - von Ursula L.

Ich hatte eine schöne Kindheit.
Das kann man nicht anders sagen.
Es gab Höhen und Tiefen, wie in jeder Familie, aber das würde jetzt hier zu weit führen.

Ich lernte in der Schule mühelos und war immer eine der Klassenbesten.
Und das wurde nicht von allen gern gesehen.
Denn ich kam nicht aus einem Akademiker-, sondern aus einem einfachen Arbeiterhaushalt.
Und einigen meiner Mitschüler ging es damals mächtig auf gegen Strich, dass ich sie in vielerlei Hinsicht ausstach, wo ich doch gar „keine von ihnen“ war.
 
Es fing mit den üblichen Neckereien an, aber nach und nach artete es in echtes Mobbing aus.
Und als es dann irgendwann in dauerhafte Beleidigungen meines Vaters gipfelte, dessen Job als Busfahrer meinen Klassenkameraden ein echter Dorn im Auge war, fühlte ich mich einfach nur noch ohnmächtig.
Ich war kreuzunglücklich und bald total verzweifelt. Ich ging jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Schule und irgendwann offenbarte ich meiner Mutter, dass es mir lieber wäre, tot zu sein, als dieser Situation länger ausgesetzt. Und ich meinte es exakt so, wie ich es sagte. Meine Mutter, die zu der Zeit Teilzeit als Friseurin arbeitete, kannte aus dem Salon eine Psychologin und vertraute sich ihr an.

Von da an „musste“ ich einmal die Woche zu dieser Frau nach Hause und mit ihr sprechen.
Anfangs empfand ich es als Strafe, mich dieser wildfremden Frau anzuvertrauen. Aber sie war sehr einfühlsam und schaffte es, dass ich mich nach und nach wohler fühlte während unserer Gespräche.

Und als ich ihr im Brustton der Überzeugung erklärte, dass ich zwingend die Schule wechseln musste, weil ich mich ganz sicher umbringen würde, wenn ich dort weiter hingehen müsste, reagierte sie sehr besonnen.

Sie lächelte mich an und sagte mir, dass es natürlich möglich sei, die Schule zu wechseln.

Aber dann hätten diese Tyrannen gewonnen.
Ihr Weltbild wäre bestätigt. Und ich selbst wäre weggerannt vor der ersten richtigen Prüfung in meinem Leben.
Ich war damals 12 Jahre alt und schaute sie lange und total erstaunt an. Was wollte mir diese Frau damit sagen?
Ich brauchte ein paar Tage, um die Worte zu verdauen. Und nach vielen weiteren Gesprächen, in welchen die Psychologin mir sagte, wie wertvoll ich sei, und dass ich exakt das gleiche Recht auf einen Platz in dieser Klasse hatte, wie alle anderen. Und dass meine Intelligenz ganz sicher nichts sei, wofür ich mich schämen müsse.
Sie schaffte es, mein Selbstbewusstsein wieder auf solide Füße zu stellen. Und am Ende war ich überzeugt, dass ich mich nicht vertreiben lassen würde. Ich würde für meinen Platz einstehen. Und ich würde mich nicht mehr provozieren lassen. Ich würde den Tyrannen zeigen, dass ich stärker war als sie.
Und das tat ich! Ich blieb an der Schule und in der gleichen Klasse. Ich ließ alle weiteren Provokationen ins Leere laufen. Ich lernte, nach außen hin ruhig zu wirken, selbst dann, wenn ich innerlich kochte.
Die Mobber verloren nach und nach immer mehr das Interesse und im neuen Schuljahr änderte sich dann alles.
Es kamen ältere Schüler, die das letzte Schuljahr nicht geschafft hatten, in unsere Klasse und diese suchten gerade mich aus, um ihnen Nachhilfe zu geben. Von da an wurde ich komplett in Ruhe gelassen.
Für mich war diese Zeit eine wirklich schwere, aber extrem hilfreich. Ich hatte nicht aufgegeben! Und aus diesem Samen, den ich damals gesetzt hatte, wuchs immer mehr Selbstvertrauen.
 
Dieses konnte ich dann auch in meinen Job übernehmen, wo ich als eine von wenigen jungen Frau im Bereich Informationstechnologie (IT) als Organisationsprogrammiererin arbeitete.
Eine echte Männerdomäne. In den meisten meiner Lehrgänge, die ich besuchte, war ich die einzige Frau. Und auch bei uns in der Firma gab es damals im IT Bereich unter 80 Leuten nur eine Handvoll Frauen.

Um meinen Job machen zu können, musste ich regelmäßig ins Rechenzentrum, um Ausdrucke meiner Programme am zentralen Endlos-Drucker abzuholen. Ich war Anfang 20, schlank und hatte lange, blonde Haare.
Ich musste mir mehr als eine „wohlgemeinte“ anzügliche Bemerkung von den Operatoren anhören, die damals die Systeme betreuten.
Allesamt Männer zwischen 35 und 45. Es war die Zeit, wo im Rechenzentrum noch Bilder von halbnackten Frauen aus dem Playboy in Spinden hingen.

Dank meiner Erfahrungen in der Schule war ich bestens gewappnet für das Umfeld. Ich war freundlich, aber bestimmt und klar in meiner Kommunikation. Und vor allem entwickelte ich eine Schlagfertigkeit, mit der die Männer nicht gerechnet hatten. Schon bald behandelten sie mich mit Respekt. Souverän hatte ich mir auch hier meinen Platz erkämpft. Und es fühlte sich grossartig an!

Auch das Abendschul-Studium Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Datenverarbeitung und Organisation, welches ich über 7 Semester berufsbegleitend erfolgreich absolviert hatte, bestätigte mich auf meinem Weg.
Ich hatte nicht vor, mich von irgendjemandem auf meinen Weg aufhalten oder mir noch einmal sagen zu lassen, ich sei es nicht wert!

Ich setzte mich als junge Projektleiterin gegen gestandene Abteilungsleiter durch, die doppelt so alt waren wie ich und natürlich alles besser wussten. Und ja, es war anstrengend, aber mit Konsequenz, Fleiss und Zielstrebigkeit gelang es mir stets, alle Zweifler von mir zu überzeugen.
Während meiner gesamten Karriere in der IT habe ich die unterschiedlichsten Aufgaben bekleidet, teilweise mit rein fachlicher aber auch mit Linienführung. Dabei habe ich gemerkt, dass Stärke nicht gleich Härte werden darf. Denn wenn man sich selbst als Frau in dieser männerdominierten Welt verliert, gehen damit auch die Eigenschaften verloren, die uns Frauen von Männern unterscheiden.

Ich habe mich lange nur in reinen Männerteams wohlgefühlt, Frauen war mir „zu anstrengend“. Sie waren so schrecklich emotional und leider tatsächlich oft „zickig“. Ich begann mich immer mehr quasi automatisch von meiner eigenen Weiblichkeit zu distanzieren, was dann auch privat immer häufiger im Freundeskreis auffiel.
Dabei wollte ich das gar nicht.
Aber ich orientierte mich zu der Zeit ganz stark an Vorgesetzten, die mir einen Rahmen vorgaben, in dem ich bewegte. Und der mir fast zum Verhängnis wurde.
Denn eine Mitarbeiterin aus meinem Team begann hinter meinem Rücken Lügen über mich zu verbreiten. Sie war scharf auf meinen Job und wollte wohl nicht länger darauf warten, dass ich den Stuhl freiwillig freimachte.
Ich hatte dieser Person zu 100% vertraut, und es traf mich wie ein Messerstich im Rücken, als ich viel zu spät begriff, was passiert war. Ich bin froh und dankbar, dass es damals einige Menschen gab, die zu mir hielten und für die undenkbar war, dass ich das gesagt und getan hatte, was mir vorgeworfen wurde.

Ansonsten hätte ich wohl damals tatsächlich meinen Job verloren.
 
Ich hatte quasi ein Déja-vu, denn wieder kam mir die Schulzeit in den Sinn.
Es hiess es noch einmal hindurch durch das Tal der Tränen. Damals liess ich mich coachen, wie ich mit diesem Verrat umgehen sollte.
Denn nach wie vor arbeiteten wir ja alle im gleichen Unternehmen, nur nicht mehr im selben Bereich, da ich in eine andere Abteilung wechselte. Weil es mir in dieser Zeit wirklich sehr schlecht ging, war es für meinen Mann klar, dass ich das Unternehmen verlassen musste.

Ich habe noch nie so viele Tränen vergossen, wie in dieser Zeit.
Die ersten Termine mit meinen Coach standen förmlich unter Wasser. Einfach, weil ich nicht verstehen konnte, wie das alles passiert war, und wie man nur so intrigant und herzlos sein konnte.
Aber nach Wochen der Dunkelheit und dem Gefühl, tiefer könne ich nicht mehr fallen, verband ich mich wieder mit meiner inneren Stärke und schwor mir, auch dieses Mal nicht wegzulaufen.

Ich wollte die Tyrannin nicht gewinnen lassen!
Schon gar nicht, wo ich mir nichts hatte zuschulden kommen lassen, ausser, blind gewesen zu sein, für das, was sich hinter meinem Rücken zusammengebraut hatte.
Wenn ich damals schon näher bei den Menschen gewesen wäre, mein Herz geöffnet und mich stärker auf meine Intuition verlassen hätte, anstatt zu sehr meinen Vorgesetzten zu folgen, hätte ich mir all das ersparen können.

Aber im Nachhinein betrachtet, war es einfach wieder Zeit, eine Lektion zu lernen.
Ich hatte mich zu gemütlich eingerichtet, und ich brauchte wieder einen Schubser in die richtige Richtung.
Danke an dieser Stelle an das Universum, welches mir gezeigt hat, dass ich mich nur wieder auf das berufen musste, was mir wirklich wichtig ist. Nämlich authentisch zu sein und meinem eigenen Weg zu folgen.

Nicht einem Weg, den andere Leute für mich sehen. Und für den sie versucht haben, mich zu instrumentalisieren.
Ich leckte meine Wunden, klopfte mir den Staub ab, richtete mein Krönchen und marschierte weiter.
Entschlossener denn je.
Und mein Stellenwechsel innerhalb der Firma tat mir mehr als gut. Ich konnte viel mehr ich selbst sein in der neuen Aufgabe.

Und auch auf die Gefahr hin, im Management damit nicht mehr so gut gelitten zu sein, zeigte ich immer häufiger meine verletzliche Seite, meine unperfekte Seite. Ich entdeckte die Empathie wieder, die ich immer besessen, aber lange Zeit unterdrückt hatte, weil ich dachte, die anderen Menschen müssen doch einfach nur so funktionieren wie ich, und dann passt es schon.

Aber je mehr ich begann, mich in mein Umfeld hineinzuversetzen, bewusst die Perspektive meines Gegenübers einzunehmen, desto mehr konnte ich meine Stärken mit anderen teilen.
Ich merkte, dass ein Miteinander viel schöner und vor allem erfolgreicher sein kann, als typisches Konkurrenzdenken.
 
Ja, das war mein Weg!

Gemeinsam Lösungen finden und nicht ständig nur Probleme zu sehen und diese zu Tode zu diskutieren. Ich konnte endlich wieder meine „Macher-Qualitäten“ ausspielen.
Ich blühte auf und hatte einen Chef, mit dem ich zusammen wunderbar funktionierte. Er liess mir genau die Freiheiten, die ich brauchte, um gut zu sein.
Unser Verhältnis war geprägt von gegenseitigem Vertrauen, und wir haben in ein paar Jahren sehr viel gemeinsam mit unserem gesamten Team erreichen können.

In meiner neuen Aufgabe hatte ich auch regelmässig Kontakt zu der Person, die mir das Messer in den Rücken gerammt hatte.
Immer wenn wir miteinander zu tun hatten, habe ich mich absolut professionell und freundlich verhalten.
Das war für mich anfangs fast nur unter körperlichen Schmerzen möglich, so schrecklich fühlte sich der Verrat immer noch an. Aber mit der Zeit verheilte die Wunde immer mehr.

Und als ich mich dann auf meine Yoga Reise begab, war es mir sogar irgendwann möglich, dieser Person komplett zu vergeben.
Vergessen würde ich nie, aber vergeben, ja, das konnte ich. Eigentlich tat sie mir irgendwann leid, denn was muss mit der Seele dieses Menschen passiert sein, dass man einem anderen Menschen so etwas antut.

Ich habe später erfahren, dass sie tatsächlich damals an ihre eigenen Lügen geglaubt hat.
Deshalb war sie auch so überzeugend gewesen. Sie hatte sich schlichtweg ihren eigene Realität erschaffen, so dass es aus ihrer Sicht völlig legitim gewesen war, mich auf diese Art und Weise „loszuwerden“.

Ich hatte nichts als Mitgefühl für diese Person übrig, welches ich ihr immer und immer wieder im Rahmen sogenannter Metta-Meditationen aussprach.
Es handelt sich um eine Buddhistische Meditationsform, bei welcher es darum geht, liebevolle Güte die sich selbst und anderen Menschen entgegenzubringen.

Für mich waren diese Meditationen extrem heilend, und ich praktiziere sie auch heute noch gerne und regelmäßig.
Mit meiner Yoga-Reise tat sich ein ganz neuer Pfad in meinem Leben auf. Ich hatte so viel Gefallen am Yoga gefunden, dass ich mich nach einigen Jahren des regelmäßigen Praktizieren dazu entschloss, eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu absolvieren. Nicht mit dem Ziel zu unterrichten, sondern einfach, um tiefer in diese Welt einzutauchen und möglichst intensiv lernen zu können.

Denn in meinem Inneren wusste ich: Das kann noch nicht alles gewesen sein, irgendetwas wartet noch auf Dich da draußen.
Zu meinen Stärken gehörten schon immer meine Wissbegierigkeit und die Fähigkeit, Erlebtes schnell in die Tat umzusetzen. Und wie es das Schicksal wollte, denn an Zufälle glaube ich persönlich nicht, ergab sich im Anschluss an die Ausbildung tatsächlich die Möglichkeit, in meiner Firma einen Meditationskurs durchzuführen.

Unsere Personalabteilung hatte sich dafür entschieden, weil eine Umfrage einen gestiegenen Stresslevel bei den Angestellten ergeben hatte.
Ich konzipierte also ein Kurs mit 8 Lektionen, der in der Hauptsache darauf abzielen sollte, den Kolleginnen und Kollegen verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie sich zu Hause eine eigene Praxis mit einfachen Atemübungen und kurzen Meditationen zusammenstellen können.

Der Kurs war sehr schnell nach dessen Ausschreibung ausgebucht. Und da kamen für einen kurzen Augenblick Selbstzweifel auf. Furcht vor der eigenen Courage!

Die berühmte innere Stimme „Bist Du sicher, dass Du das überhaupt kannst?“, „Was, wenn Du Dich total lächerlich machst und dann die ganze Firma über Dich lacht?“ usw. usw.

Einige Jahre zuvor hätte gerade diese Angst, mich zum Gespött der Firma zu machen, zu einem Rückzieher verleitet.
Aber ich sagte mir immer und immer wieder: „Du kannst das! Niemand erwartet, dass Du perfekt bist! Aber wenn Du es nicht versuchst, hast Du bereits verloren!“.

In der ersten Lektion sass ich dann vor 12 Kolleginnen und Kollegen und mir war richtig mulmig zumute. Mein Selbstvertrauen war für einen Augenblick wie weggeblasen. Ich brauchte eine Zeit, um mich zu fassen, um dann mehr oder weniger souverän durch die erste Lektion zu führen. Natürlich merkte niemand etwas von meiner Unsicherheit ausser mir selbst.

Und ich erhielt im Anschluss bereits viel positive Rückmeldung, obwohl ich wusste: Das geht noch viel besser.
Und so liess ich los.
Hörte auf, mich an Perfektion zu klammern, und durch meine eigene Meditationspraxis verband ich mich immer wieder mit meinen Ressourcen und Skills.
Ich nutzte positive Affirmationen wie z.B.„
Sei einfach Du selbst!
Du kannst das! Du wirst Deine Stimme finden!“
Und ich arbeitete mit Visualisierungen. Ich sah mich selbst mit Leichtigkeit und Freude durch den Kurs führen und das Lächeln und die Entspannung auf den Gesichtern der Teilnehmern.
 
Der eigentlich als einmalig ausgeschriebene Kurs wurde wöchentlich weitergeführt und diente nun den Kolleginnen und Kollegen als gemeinsamer Übungsraum.
Nach einem Jahr kam dann noch eine wöchentliche Yoga-Lektion über den Mittag dazu.
Auch hier war ich in der ersten Stunde sehr nervös, aber schon viel zentrierter und sicherer, da ich ja bereits meine Stimme gefunden hatte und wusste, wie man anleitet.

So kam es also, dass ich neben meinen 100%-Job mit 42 Stunden pro Woche jeweils noch 1 Meditations-Lektion und 1 Yoga-Klasse unterrichtete.
Alles, was mir der logische, Kopf-gesteuerte IT-Job nicht geben konnte, fand ich in meinem „Herzens-Business“, nämlich darin, meine Leidenschaft Yoga, Atemübungen und Meditation mit m möglichst vielen Menschen zu teilen.

Herz und Verstand im Einklang!
Auch daraus konnte ich wieder neue Stärke ziehen, denn alles, was man im Yoga lernt, bereitet uns auf unser Leben im Alltag vor.
Mit all den schönen Seiten, aber auch den Herausforderungen.
Ich merkte, dass ich insgesamt viel ruhiger wurde. Ich lernte, aus meinen Mustern auszusteigen. Da, wo ich früher schnell verbal „zurückgeschossen“ hatte, wenn ich mich angegriffen fühlte, hielt ich inne.
Beobachtete die Situation und analysierte sie. Reagierte erst mit zeitlicher Verzögerung oder sogar gar nicht.

Denn wir haben selten Einfluss auf das, was uns passiert, aber wir haben immer eine Wahl zu entscheiden, wie wir darauf reagieren.
Die Beobachter-Rolle, die ich in der Meditation immer und immer wieder eingenommen hatte, konnte ich nun auch sehr sinnvoll im Alltag einsetzen.

Ich ging mit viel mehr Gelassenheit an schwierige Themen heran und vertraute darauf, dass ich sie lösen konnte. Alles, was ich brauchte, war bereits in mir. Ich musste nur genau hinhören, und meiner Intuition und Erfahrung Raum geben.

Das hat dazu geführt, dass ich heute auch viel mutiger bin und bei allen Veränderungen immer zuerst Chancen anstatt Risiken sehe. Sowohl beruflich als auch privat.

Mit diesem Mut begann ich zunehmend häufiger über meine persönliche Transformationsreise zu sprechen.
Dabei traf ich auf immer mehr Menschen, die offen für Impulse sowie spirituelle Themen waren. Auch sie suchten ihren Platz und ihren Sinn, um ihre Stärken richtig ausspielen zu können.

Ich fand das Yin wieder zu meinem Yang, dass heisst ich lebte jetzt meine weibliche Seite genauso aus wie meine männliche. Und das tat mir und auch meinen Umfeld richtig gut. Ich fühlte mich im Einklang mit mir und der Welt.
In den letzten Jahren begann ich dann auch mit Mentoring und Coaching von Kolleginnen und Kollegen, die ich mit meiner eigenen Geschichte inspirieren konnte.
Ich merkte, dass meine Tipps zum Umgang mit schwierigen Situationen sowie zur persönlichen Weiterentwicklung für andere hilfreich waren.
Somit teilte ich mein Wissen und meine Erfahrungen liebend gerne. Mein grosses Netzwerk in der Firma diente mir ausserdem dazu, Leute zusammenzubringen, so dass sie voneinander lernen und profitieren konnten.

Als ich dieses Jahr in der Firma einen Grossanlass mit über 500 Leute zusammen mit einer Kollegin auf der Bühne moderieren dürfte, war ich angekommen.
Angekommen bei mir und stolz auf das, was ich alles erreicht hatte. Ich war überhaupt nicht aufgeregt, dort oben zu stehen.
Nein, ich war einfach nur glücklich und dankbar. Und inzwischen berührt es mich auch nicht mehr zu hören, dass manche Männer Angst vor mir haben oder zumindest von meinem Selbstbewusstsein eingeschüchtert sind.

Ich werde mein Licht nicht mehr für andere Menschen dimmen. Ich bin nur dann wirklich gut, wenn ich es in voller Kraft scheinen lasse. Und dazu gehört eben auch, dass ich voller Energie bin und Projekte durchziehe.

Wo andere noch rede, habe ich schon umgesetzt.
Wo andere Probleme sehen, habe ich schon mindestens 3 Lösungsideen.
Wo andere darauf warten, dass sich die Kolleginnen und Kollegen endlich bewegen, habe ich schon längst mit allen gesprochen und wir haben ein gemeinsames Vorgehen vereinbart.
Und wo andere noch zögern, weil sie nicht alle Rahmenbedingungen kennen, habe ich schon zugesagt, das Thema zu rocken.

Alles andere findet sich schon.
Wenn mir Menschen sagen „Ich wäre auch gerne so stark und mutig wie Du“, ist meine Antwort: „Stark und mutig wirst Du nicht geboren.
Es ist ein steiniger Weg mit vielen Herausforderungen, aber jeder einzelne Schritt bringt Dich näher zu Dir selbst und einem erfüllten Leben!“

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