All i want for X Mas is mei Ruh!
Dieses Jahr? Ein einziges „Event-Hopping“: von „Wow“ zu „Oh Mann“, von „Kann ich noch?“ zu „Klar, schaff ich!“ – und jetzt? Jetzt steh ich hier, komplett überbuchstabetisiert. Mein Akku? So leer, selbst die Powerbank gibt auf.
Weißt du, manchmal fühlt sich das Leben an wie ein Dauerlauf auf dem Laufband: Du rennst, kommst aber nirgends an. Und während die Welt noch fragt: „Was sind deine Pläne für die Feiertage?“, denk ich mir nur: Feiertage? Ich brauch Recovery-Days!
Dieses Jahr war ein Höhenflug – aber jetzt ist Landung angesagt. Kein Glühwein-Marathon, kein Geschenk-Drama, kein „Wann sehen wir uns?“ Dieses Weihnachten gibt’s nur eins: Packerl auspacken und dann mich selbst – in meine Decke. Und ja, das ist nicht egoistisch, sondern energiesparend .
Ich sag’s mal so: Lieber Couch-Potato als Burnout-Bratapfel. Kein Muss, nur Muße. Keine Termine, nur Teetasse. Keine Menschenmassen, nur Kopfkissen. Denn am Ende zählt nicht, wie viel du gemacht hast, sondern ob du noch weißt, wie man nix tut.
Mein Plan für Weihnachten? Reset. Neu starten. Akku aufladen. Und wenn jemand fragt, warum ich „nix mache“, sag ich einfach: „Ich mach das, was am meisten zählt – mei Ruh.“


Du bist genug!
Bald wird es losgehen: Jahresrückblicke überall. Strahlende Highlights, große Abenteuer, Meilensteine. Und vielleicht sitzt du da, scrollst durch die Posts, und fragst dich, was du eigentlich zu zeigen hast. Aber weißt du was? Dein Jahr war vielleicht nicht laut – aber es war echt.
Du hast dich durch Tage gekämpft, die schwerer waren, als du es je für möglich gehalten hast. Hast weitergemacht, auch wenn niemand applaudiert hat. Die stillen Siege, die dich niemand feiern sieht, sind die, die wirklich zählen. Dieses eine Mal, wo du nicht aufgegeben hast. Der Moment, in dem du Liebe gegeben hast, obwohl du selbst kaum noch Kraft hattest.
Erfolge sind nicht immer Bilder, die man posten kann. Manchmal sind sie eine Nacht, in der du endlich wieder ruhig geschlafen hast. Ein Anruf, den du getätigt hast, obwohl dir die Worte gefehlt haben. Ein Lächeln, das du anderen geschenkt hast, obwohl dir selbst danach war, zu weinen.
Du hast so viel erreicht – mehr, als du dir selbst zugestehen willst. Und das reicht. Du reichst. Immer.
Vielleicht hab ich’s übertrieben? „Mehr Gehalt, weniger Drama, echte Freunde, bitte keinen Smalltalk mehr – und ja, vielleicht auch jemanden, der mir morgens Kaffee bringt.“ Klingt nicht gerade wie die Liste, die man brav ins Poesiealbum des Lebens schreibt, oder?
Aber hier ist der Punkt: Warum müssen Wünsche immer angepasst, leise und „vernünftig“ sein? Wünsche sind kein höfliches Flüstern. Sie sind ein lautes „Ich will!“ – egal, wie unbequem oder unperfekt sie wirken.
Das Problem ist, viele trauen sich nicht, ehrlich zu sagen, was sie wirklich wollen. Zu groß die Angst vor dem Urteil anderer. Zu oft denken wir: „Was, wenn ich es nicht verdiene?“ oder „Was, wenn ich es sowieso nicht bekomme?“ Aber weißt du was? Der größte Fehler ist nicht, zu viel zu verlangen – es ist, sich selbst zu wenig zuzugestehen.
Wenn der Weihnachtsmann blockiert?
Gut. Dann weißt du, dass deine Liste ehrlich genug war, um aufzufallen. Manchmal geht es nicht darum, den perfekten Empfänger zu finden, sondern darum, sich selbst klarzumachen, dass diese Wünsche existieren. Und wenn niemand antwortet? Fang an, sie selbst zu erfüllen – einer nach dem anderen.
Du musst nicht warten, dass dir jemand deine Wünsche verpackt. Du bist kein Beifahrer in deinem Leben. Sei der Weihnachtsmann für dich selbst.












