Banscheibenoperation Reha
Reha nach Bandscheibenoperation
April 22, 2017

Diagnose Bandscheibenvorfall – Wie alles begann

Bandscheibenvorfall es beginnt

 

Mein chaotisches Leben!


Meine Geschichte begann eigentlich völlig harmlos. Ich, immer hektisch, straight voll durchorganisiert und derzeit mitten im Eigenheimbau. Stress....Stress....Stressss,

Job, Kind, Hausbau, Ehrenämter, Haushalt, Hund, Pferd....immer auf Vollanschlag.

Wie fast jeden Tag ging ich, um wenigstens ein bisschen Ausgleich zum Alltag zu finden, mit meiner Freundin ausreiten, nur diesmal sollte sich alles ändern.

 

Ein Unfall mit Folgen


Meine sonst immer sehr zuverlässige Stute "Annuschka" hat mich ohne Vorwarnung hochkant abgesetzt und ich landete wie eine Schildkröte auf den Rücken.

Starr vor Schmerz, konnte ich mich kaum bewegen.

Weil wir beim Ausreiten auch wirklich abschalten wollten, hatten wir natürlich auch keine Handys dabei, um Hilfe zu rufen!!!

Und jetzt?

Während meine Freundin Hilfe holte, lag ich alleine auf der Wiese und wusste nicht, wie mir geschieht.

So halb mitbekommen habe ich noch, dass ein Rettungshubschrauber und ein Krankenwagen inkl. Notarzt gekommen sind und mich mit Schmerzmittel voll gepumpt haben.

 

Die Tage im Krankenhaus


Im Krankenhaus wurden dann alle möglichen Untersuchungen gemacht und weil nichts lebensbedrohliches festgestellt werden konnte, wurde ich nach drei Tagen auch schon wieder entlassen.

Man sollte denken, dass das Schlimmste überstanden sei, aber von wegen, denn von da an ging es erst richtig in eine Abwärtsspirale.

Die Schmerzen im Rücken wurden von Tag zu Tag schlimmer und auch keine Spritzen, Cortison und der Gleichen hatten eine Wirkung,die länger als zwei Tage anhielten.

 

Wirbelbruch?!


Nachdem ich gefühlt alle paar Tage bei einem Arzt war, diagnostizierte mir ein Orthopäde nach einem halben Jahr einen WIRBELBRUCH, der im Krankenhaus anscheinend übersehen wurde und dazu noch eine Vorwölbung der Bandscheibe L5.

Also bekam ich ein Dreipunktkorsett, dass ich sechs Wochen tragen sollte.

Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich von dieser Diagnose mehr als schockiert und trotzdem voller Hoffnung zugleich, dass die verdammten Schmerzen endlich ein Ende haben würden.

Zum heutigen Zeitpunkt weiß ich, dass dieses Korsett ein fataler Fehler war, denn was passiert wenn man sechs Wochen so ein Ding umgeschnallt bekommt?
Der Muskel baut ab und der Bruch, der war schon längst von selbst verheilt bzw. verknöchert, aber hinterher ist man ja immer schlauer.

 

Sechs Wochen sind vergangen


Sechs Wochen waren vergangen, nichts passierte, nur mein Rücken wurde nun noch instabiler.

Somit ging der Spießrutenlauf von Arzt zu Arzt weiter, monatelang (monatelang ist für Schmerz geplagte ULTRA lang)!

Wer jetzt denkt: „Bau doch den Muskel wieder auf und alles ist gut" dem muss ich sagen, es ist viel leichter gesagt als getan, wenn weder stehen, liegen und schon gar nicht sitzen ohne Schmerzen möglich ist.

Das Gefühl hilflos zu sein, nicht richtig für sein Kind da sein zu können oder einfach Dinge zu machen die einen Spaß machen oder meinen Mann beim Hausbau zu helfen ist schlichtweg zermürbend.

 

Wie sollte es weiter gehen??


Durch Bekannte hatte ich von einer Klinik, die auf Rückenleiden spezialisiert ist gehört und wollte da sofort hin!

Gesagt getan! Ein paar Wochen später stand ich in der Klinik und war positiv überrascht..

Die Krankenschwestern, die Ärzte, einfach alles, war so anders, als in "normalen" Krankenhäusern. Ich hatte sofort das Gefühl, die wollen mir wirklich helfen und wissen von was sie sprechen.

Zusätzlich konnten auch noch alle Ärzte unsere Sprache :).

Hier bekam ich einen sogenannten Schmerzkatheder, der zwischen den Wirbeln eingeführt wurde und durch den 5 Tage lang verschiedene Flüssigkeiten in die Bandscheibe liefen.

Schon nach 2 Tagen merkte ich, dass die Behandlung anschlug, denn die Schmerzen wurden weniger.
Doch am fünften und letzten Tag passierte Unglaubliches......

....durch eine Niesattacke hat sich der Schlauch verschoben und die Bandscheibe ist dadurch "laut Vermutung" geplatzt.

"Das kann doch alles nicht wahr sein"

Das Problem dabei ist, das so ein Schmerzkatheder erst wieder nach einen halben Jahr neu gesetzt werden kann und ich jetzt noch mehr Schmerzen, als jemals zuvor hatte. Also ging ich trotz Schmerzen nach Hause.
Ich wollte nur noch Heim.
 

Der Bandscheibenvorfall und die Operation!

Nicht mal einen ganzen Tag zu Hause, konnte ich nicht mehr vor Schmerzen. Weil jetzt auch noch Ausfallerscheinungen am Bein dazukommen sind, blieb mir nichts anderes übrig, als wieder in die Klinik zu fahren. Drei Tage Cortison und es wurde einfach nichts besser. Wieder Zuhause konnte mein Mann, mein Elend nicht mehr ertragen und schaffte mich in das nächste Klinikum.

(weiterführende Informationen: Bandscheibenvorfall: 6 Fakten die du wissen musst)

Postwendend wurde ein MRT erstellt auf dem diesmal ein sehr deutlicher, großer Bandscheibenvorfall am fünften Lendenwirbel / S1 (S bedeutet sacrum / Kreuzbein) festgestellt wurde.

Zu dem Zeitpunkt fragte ich mich nur: „Was hast du nur verbrochen?“
Noch in meine Gedanken versunken warum das alles so ist wie es eben ist, kam ein weiterer Arzt zu mir und sagte mir unverblümt, wir müssen jetzt sofort eine Notoperation an der Bandscheibe durchführen.

WTF???!!! Ich brauche niemandem erzählen was das im Kopf auslöst und welche Panik ich hatte.

 

Haltet die Welt an, ich will aussteigen!!

Das Einzige was ich auf die Schnelle und mit zittriger Stimme noch raus bekommen hatte, war: „NEIN! NOToperation?“.

Mir wurde erklärt, der Bandscheibenvorfall drückt auf einen Nerv und wenn nicht sofort operiert wird, mit bleibenden Schäden zu rechnen wäre.
Heute weiß ich, eine Bandscheibe kann keinen Nerv abdrücken sondern die Flüssigkeit darin reizt die Nerven. Was aber nicht heißen soll, dass es weniger schlimm ist.

Auf jeden Fall hatte ich vor lauter Angst schon Tränen in den Augen und als die Nebenwirkungen der Operation aufgezählt wurde war es ganz aus mit mir.
Auf der einen Seite war es vermutlich gut, keine Zeit zum überlegen zu haben ... andererseits .... PANIK
 

Die Bandscheibenoperation hatte ich zum Glück gut überstanden und auch die Rückenschmerzen waren plötzlich wie weggeblasen.

Was mir aber noch große Sorgen machte, mein Bein war bis hin zur kleinen Zeh total taub und pelzig, laufen ging sehr schleppend.

Das Gefühl ist sehr schwer zu beschreiben aber es ist so, dass das Bein zu dir gehört aber sich nicht so anfühlt.
Ich kann Euch sagen, dass dieses Taubheitsgefühl einen in den Wahnsinn treibt!!! Der Abgrund ist nahe!

Eigentlich sollte es jetzt doch wieder bergauf gehen oder?

Zumal mein Termin in der Rehaklinik auch schon 5 Tage später stand.
Jetzt hatte mich die Angst im Griff und es ging eigentlich nichts mehr ... wie beim Roulette.
Ich hatte Panik,dass die Rückenschmerzen wiederkommen werden oder der nächste Bandscheibenvorfall auf mich zukommt. So ziemlich das Schlimmste war, mit meinen inneren Dämonen alleine zu Hause zu sein.
Langeweile gepaart mit Angst ist das Schlimmste.

Mein Mann gab sich die größte Mühe, leider half das auch nicht. Ich hatte einfach nur noch Angst vor mir selbst und meinem Leben.

Ich hoffe ich kann Dir mit meiner Geschichte etwas Mut machen.
Die ganze ausführliche Story kannst du in meinem Buch (Link hier auf meinem Blog oder auf Amazon erhältlich) nachlesen.
DU bist sicherlich nicht alleine auf dieser Welt mit Schmerzen, geteiltes Leid ist halbes Leid!


Jammer nicht, lebe!

Nicole

 

6 Comments

  1. Itsme sagt:

    Bin schon gespannt wie es weiter geht

  2. rebbekka sagt:

    Der Beitrag war sehr interessant und ich freu mich schon wie es weitergeht.

  3. Thinking About Trouble-Free Plans Of Gadget Insurance Compare sagt:

    Great internet site! It looks very professional! Keep up
    the great job!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folge mir auf Facebook
Folge mir auf Pinterest
Folge mir auf Instagram