Mein chaotisches Leben. Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen
Es begann alles ganz harmlos. Ich, immer hektisch, durchorganisiert bis ins Detail, mitten im Eigenheimbau, jonglierte Alltag und Verantwortung: Job, Kind, Hausbau, Ehrenamt, Haushalt, Hund, Pferd – alles auf einmal. Stress pur!
Um dem Alltag zu entfliehen, ging ich regelmäßig mit meiner Freundin ausreiten. Doch eines Tages änderte ein Unfall alles.
Ein Unfall mit Folgen
Meine sonst so zuverlässige Stute „Anuschka“ warf mich ohne Vorwarnung ab. Ich landete wie eine Schildkröte auf dem Rücken, starr vor Schmerz. Ohne Handy – schließlich wollten wir abschalten – blieb ich hilflos auf der Wiese liegen, während meine Freundin Hilfe holte.
Ein Rettungshubschrauber und ein Krankenwagen waren schnell vor Ort. Schmerzmittel halfen vorerst, aber das war erst der Anfang.
Tage im Krankenhaus
Nach unzähligen Untersuchungen und drei Tagen Krankenhausaufenthalt wurde ich entlassen – Diagnose: nichts Lebensbedrohliches. Doch der Schmerz wurde unerträglich. Spritzen, Cortison, nichts half langfristig.
Erst ein halbes Jahr später stellte ein Orthopäde fest: Wirbelbruch und Bandscheibenvorwölbung (L5). Die Lösung? Ein Dreipunktkorsett – sechs Wochen Tragezeit. Voller Hoffnung begann ich die Therapie. Heute weiß ich: Es war ein fataler Fehler.
Das Korsett führte zu Muskelabbau, der Bruch war längst verheilt, doch mein Rücken wurde instabil. Die Schmerzen verschlimmerten sich, und der Arztmarathon ging weiter.

Schmerztherapie mit Komplikationen
Schmerztherapie mit Komplikationen
In einer auf Rückenleiden spezialisierten Klinik bekam ich einen Schmerzkatheter. Nach fünf Tagen schien es endlich besser zu werden – bis eine Niesattacke den Katheter verschob. Vermutlich „platzte“ die Bandscheibe. Zurück blieb: noch mehr Schmerz.
Ein neuer MRT zeigte schließlich einen massiven Bandscheibenvorfall (L5/S1). Die Ärzte rieten zu einer Not-OP. Ich war verzweifelt, hatte Panik und stimmte dennoch zu.
Die Operation und ihre Folgen
Die OP verlief gut, die Rückenschmerzen verschwanden. Doch mein Bein blieb taub, der kleine Zeh kribbelte, und ich konnte nur schleppend laufen. Dieses Fremdgefühl – das Bein gehört zu dir, fühlt sich aber nicht so an – machte mich verrückt.
Reha und innere Dämonen
Eigentlich sollte die Reha Besserung bringen. Doch die Angst vor einem erneuten Bandscheibenvorfall und das Gefühl, allein mit meinen Dämonen zu sein, lähmten mich. Langeweile gepaart mit Angst ist eine zerstörerische Kombination.
Mein Mann tat sein Bestes, um mich zu unterstützen, aber letztlich musste ich selbst lernen, mit der Situation umzugehen. und das war mein Endgegner!












